Logistik

Projektbericht

Flexible Reaktion auf Bedarfsspitzen

Neue EU-Richtlinien verlangen, die Vorfeldprozesse auf Deutschen Flughäfen für den Markt zu öffnen. Außer den Flughafenbetreibern dürfen jetzt auch Privatunternehmen diese Tätigkeiten ausführen und direkt mit den Airlines verhandeln.
Ein großer deutscher Flughafen beauftragte dmc-ortim, durch Senkung der Prozesskosten die Arbeitsplätze seiner Vorfeldmitarbeiter zu sichern.
In einer ersten Phase wurden die Vorfeldprozesse analysiert. Durch den Flugplan bedingt, schwankt der Kapazitätsbedarf sehr stark mit ausgeprägten Bedarfsspitzen. Für deren Abdeckung wurde eine große Zahl von Leiharbeitskräften stundenweise zugezogen. Die Ablaufstudien zeigten: Ablaufbedingte Wartezeiten machten über 50% der Prozesszeit aus.
Für die nächste Projektphase wurden als neue Ziele vorgegeben: Senkung der Personalkosten um 1,5 Millionen Euro und gleichzeitige Sicherung der Arbeitsplätze der fest angestellten Mitarbeiter.
Zum Erreichen dieser Ziele wurde das Projekt „TopGround” aufgesetzt. Daran waren alle Hierarchieebenen der Verkehrsleitung und der Personalrat beteiligt; dmc-ortim übernahm die externe Projektleitung. Das Projekt zielte auf die Flexibilisierung der Gruppenarbeit und der Arbeitszeit sowie die Anreicherung der Arbeitsinhalte. Die parallele Einführung der mobilen Datenerfassung zur Vergabe und Rückmeldung von Aufträgen, zur Erfassung der Stör- und Zusatzzeiten lieferte wichtige Informationen zur Verbesserung der Personalplanung und -steuerung. Zur Erhöhung der Leistungsorientierung sollte ein Teil der Personalkosteneinsparung über ein Bonussystem an die Mitarbeiter zurück fließen.
Das Bonusmodell belohnt die Mitarbeiter mit den wenigsten Ausfallzeiten und den höchsten Wertschöpfungszeiten. Der Erfüllungsstand der Kennziffern und der „Bonustopf” werden für die Orientierung der Mitarbeiter monatlich visualisiert.